Nutzung des Reallabors

In Zusammenhang mit der Smart City-Strategie (PDF 1,5 MB) » wird auf dem neu entwickelten Fliegerhorst Oldenburg ein sogenanntes Reallabor eingerichtet. Reallabore (englisch Living Lab) sind eine neue Form der Kooperation zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft, bei der das gegenseitige Lernen in einem experimentellen Umfeld im Vordergrund steht. Der Begriff des Labors wird hier über seine klassische natur- und ingenieurwissenschaftliche Bedeutung hinaus erweitert auf einen sozialen Kontext.

Im Reallabor werden unter realen Lebensbedingungen neue Produktideen, Anwendungen oder Nutzungskonzepte getestet und können durch die Bewohner mit ihrer Nutzung oder Nichtnutzung mitgestaltet werden. Die gewonnenen Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung ein.

Der Aufbau des Oldenburger Reallabores entstammt dem Masterplan für den Fliegerhorst » Oldenburg. Der Aufbau des Labors wird durch das Projekt Energetische Nachbarschaft » begleitet und zunächst einen Schwerpunkt im Bereich der Kopplung von Strom/Wärme/Mobilität haben (Sektorkopplung). Nach aktueller Planung werden in dem Reallabor 110 Wohneinheiten entstehen.

Nutzung des Reallabors
Das Reallabor steht grundsätzlich für die Nutzung zur Verfügung. Sie möchten sich am bestehenden Projekt beteiligen oder haben eine neue Projektidee? Dann sprechen Sie uns an »
 

Projekt Fliegerhorst – Energetisches Nachbarschaftsquartier

Energie von Nachbarn für Nachbarn: Unter diesem Motto entsteht auf dem Fliegerhorst in Oldenburg in den kommenden Jahren ein Smart City Wohnquartier mit etwa 110 Wohneinheiten, in dem der Energiebedarf zum größten Teil aus lokal erzeugter Energie gedeckt werden wird.

Das dabei entstehende, auch „Energetische Nachbarschaften“ genannte Quartierskonzept, stellt dabei einen Verbund an Erzeugern und Verbrauchern dar, die in direkter Interaktion miteinander stehen. Überschüssige Energie kann dabei in andere Energieformen umgewandelt und gespeichert werden. Das Konzept verfolgt den Gedanken, die Energieeffizienz zu steigern, indem „Abfallenergie“ vermieden und eine Maximierung des lokalen Verbrauchs von nachbarschaftlich erzeugter Energie angestrebt wird.
Dieses Versorgungsnetz, das eine Kopplung von Strom, Wärme/Kälte und Mobilität unterstützt soll später auf weitere, für Norddeutschland typische Bestandsquartiere mit steigender Eigenversorgung übertragbar sein. Hier finden Sie den Link zum Projekt Energetisches Nachbarschaftsquartier ».