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Podcast „DenkAnstoß in Oldenburg“: Mitschrift zur Folge 2 – „Bälle“

Am Anfang wird eine freundliche Musik gespielt und Greta Prätsch vom Fanprojekt Oldenburg begrüßt alle ganz herzlich mit den Worten: „Hallo und herzlich Willkommen zur zweiten Folge von ‚DenkAnstoß in Oldenburg‘, der Podcast über Sport und Fairen Handel vom Fanprojekt der Stadt Oldenburg und von ‚Oldenburg handelt fair‘.
Hier ist wieder die Greta. Schön, dass ihr auch zur zweiten Folge eingeschaltet habt. Entschuldigung, wenn es beim letzten Mal etwas chaotisch war, das war unsere allererste Folge, aber schön, wenn ihr weiterhin dabei seid. Ja und dann stellt euch bitte alle noch einmal vor.“ „Behalten wir die Reihenfolge bei. Also Nils ist auch wieder mit am Start, vom Fanprojekt natürlich nach wie vor“, „Jannika, nach wie vor von ‚Oldenburg handelt fair‘“, und „Canan auch von ‚Oldenburg handelt fair‘.“

Greta beginnt das Gespräch: „Ja, letztes Mal hatten wir gesprochen über Sport und Nachhaltigkeit, Fairen Handel. Wir haben über die Begriffe Klimaneutralität und Nachhaltigkeit gesprochen. Heute haben wir auch ein ganz interessantes Thema, was noch ein bisschen mehr mit dem Fanprojekt zu tun hat“, und Nils ergänzt: „Genau, wodurch wir uns eigentlich kennengelernt haben. Wer aufmerksam zugehört hat beim letzten Mal, der wird schon ahnen, worum es in dieser Folge geht. Ich würde mal sagen, es ist Zeit für den Anpfiff, was meint ihr?“ und aus der Anlage ertönt eine Trillerpfeife. „Alles klar, dann wollen wir beginnen, nämlich mit einem kleinen Hörrätsel, was könnte das hier sein?“ Ein undefinierbares Geräusch kommt aus der Anlage und Nils erklärt: „Der ein oder andere wird es erkannt haben, vermutlich weil er verbotenerweise früher zu Hause im Haus Fußball gespielt hat oder einen anderen Ball seiner Wahl genommen hat, muss kein Fußball gewesen sein, kann auch ein Handball oder Volleyball gewesen sein. Auf jeden Fall dreht sich die Folge heute rund um den Ball.“

Canan sagt: „Dafür haben wir euch zwei Fragen mitgebracht.“ Und Greta ist begeistert, dass das Fanprojekt mal gefragt wird. Canan stellt ihr die Frage: „Ja, die Moderatoren werden gefragt. Und zwar, was denkt ihr denn, wie viele Waben hat ein herkömmlicher Fußball? Aus wie vielen Waben besteht er? Ich gebe euch mal eben vier Möglichkeiten, sind es 20, 28, 32 oder 36?“ Greta antwortet: „Also ich bin bei C = 32, ich weiß es nicht sicher, aber ich meine, es irgendwo schon mal aufgeschnappt zu haben, dass es 32 sind, aber ich finde es tatsächlich interessant, diesen Begriff Waben kannte ich tatsächlich vorher noch nicht.“ Alle lachen und Canan sagt: „Nur von den Bienen.“ Jannika fragt: „Wie nennt ihr die denn dann?“ Greta erklärt: „eEigentlich noch gar nicht, obwohl ich schon ganz lange Fußball spiele. Aber Nils, was sagst du dazu?“ Er antwortet: „Ähm, ja im ersten Moment hätte ich auch 32 gesagt, gehe jetzt aber auf 36, vielleicht liege ich damit etwas besser womöglich, ich weiß es nicht. Hm, ich nenn die Dinge, ach weiß ich auch nicht, irgendwie Lederflicken würde ich sagen.“ Canan kündigt an: „Okay, haltet die Finger über die verschiedenen Soundtasten, wenn ich jetzt sage, dass Greta Recht hat.“ Ein Jubelschrei ist sowohl von Greta als auch aus der Musikanlage zu hören und Nils bekräftigt das Ganze mit den Worten: „Jetzt gibt es erst mal einen Tusch.“

„Genau, es sind 32 Waben. Wahrscheinlich kann man das auch noch genau berechnen, wie groß die Wabe ist, und dann mit ihren sechs Ecken, wie sie genau zusammen passen.“ Greta sagt im Scherz: „Genau, das habe ich alles im Kopf gemacht.“ „Ja genau. Und nun kommen wir zur zweiten Frage: Seit wann gibt es eigentlich diese Bälle, die aus diesen Waben zusammengesetzt sind? Seit wann gibt es Bälle, die aus Fünf- und Sechsecken zusammengesetzt sind?“ Nils fragt: „Haben wir da auch Antwortmöglichkeiten?“ „Ja, das wäre sonst ein bisschen fies“, erwidert Canan. „Ja das stimmt.“

„Also gibt es diese Bälle schon seit 1930 oder 1950 oder 1970 oder erst seit 1990?“ Nils: „Ich würde jetzt als erstes mal meine Antwort geben und wäre bei 1970 tatsächlich.“ Canan fragt ihn: „Machst du das an irgendeinem Ereignis fest?“ Nils antwortet: „Ja, ich habe tatsächlich gerade etwas im Kopf und zwar das Wunder von Bern, allerdings waren es da noch Längsstreifen und das war 1954. Ich weiß nicht, wie es dann weiterging tatsächlich, aber ich glaube, es kam relativ spät. Ich habe noch von den 1990ern die ganzen alten Bälle im Kopf und die waren alle schon so. Ich denke mal ab 1970 wird es vielleicht der Fall gewesen sein, dass man sich daran orientiert hat, die Produktion dahingehend weitgehend umzustellen.“

Greta ergänzt: „ Ja, das hätte ich tatsächlich auch gesagt. Ich hatte auch noch die Bälle aus den 50er-Jahren im Kopf, die auf jeden Fall aus Längsstreifen waren und braun waren. Die waren sehr schwer, die haben sich noch mit Wasser aufgesogen, wenn es dann zufällig geregnet hat. Ich hätte also eigentlich auch 1970 gesagt, aber wenn Nils das jetzt schon reingehauen hat und er eben auch nicht die Antwort genommen hat, die ich gewählt habe, dann nehme ich, ähm, 1990 gab es noch, was später war oder?“ „Ja genau, das ist die jüngste Jahreszahl, die es noch gibt.“ „Okay, dann nehme ich die“, und schon erhält Nils für seine richtige Antwort einen Tusch. „Mit einer guten Erklärung dazu, Greta, du konntest dich ja auch damit identifizieren.“ Nils erwidert: „Na das ist ja ein faires Unentschieden und das ist ganz gut“ und alle lachen. „Zum Thema Fair und Fairer Handel könnten wir ja auch gar nicht anders“, sagen Canan und Jannika und alle stimmen zu.

Nils nimmt wieder das Gespräch auf: „Ja, fangen wir mal an, würde ich sagen. Thema Ball. Da ist immer mal wieder die Frage: Wo kommt so ein Ball denn überhaupt her, wenn ich ihn gekauft hab. Man kann es natürlich nachlesen, aber ich denke ihr habt da noch ein bisschen mehr Wissen, als das, was nur auf den Bällen drauf steht.“ Canan sagt: „Ja, genau, es wird so gesagt, die Recherchen, die Zahlen sagen, dass über 70 Prozent der Fußbälle aus Pakistan kommen und zwar aus der Stadt Sialkot, die ist ziemlich spezialisiert darauf. Es liegt so ein bisschen daran, dass die englische Kolonialgeschichte dazu geführt hat, dass Menschen in Indien und Pakistan schon ziemlich früh mit Lederbällen in Kontakt gekommen sind, die sie erst nur repariert haben und später dann auch angefangen haben, sie zu imitieren und dann auch perfektioniert haben. Und weil Pakistan zu den sogenannten Billiglohnländern gehört, da haben sich die Sporthersteller dann gedacht, warum dann nicht gleich dort produzieren, das ist ganz günstig für uns und wir können die Gewinnmarge maximieren und die Produkte dann hier in Deutschland verkaufen. Aber es werden auch an anderen Stellen noch Fußbälle produziert, also China ist auch ein Exporteur von Fußbällen.“ Jannika ergänzt: „Lange wurde ja auch noch in Deutschland produziert. Wisst ihr vielleicht, wie lange? Wir haben da eine Zahl gefunden.“ Greta fragt: „Also jetzt gar nicht mehr zur Zeit? Kein Fußball mehr in Oldenburg produziert?“ und merkt, dass sie eigentlich Deutschland sagen wollte und alle lachen, weil sie diesen Versprecher auch bemerkt haben.

Canan fängt sich als erste und sagt: „Das schöne ‚O‘ würde für die Produktion in Oldenburg sprechen.“ Und Greta fragt erneut: „Kein Ball mehr, der derzeit in Deutschland produziert wird?“ Und Canan antwortet: „Nicht das ich wüsste. Aber wir kommen ja im dritten Podcast auf das Thema Sportbekleidung und da war Deutschland mal bekannt für als Textilstandort, aber das ist auch nicht mehr so.“ „Also wenn jemand da draußen Fußbälle aus Deutschland kennt, dann gerne Bescheid sagen“ mischt Jannika sich dazwischen zu Wort. „Und hättet ihr jetzt eine Zahl, bis wann in Deutschland die Fußbälle produziert wurden, um noch einmal auf die Frage zu kommen.“ Greta meldet sich zu Wort: „Oh ja, das ist schwierig, ich denke auch mal wieder so um 1990, also Ende der 1990er vielleicht?“ Nils meint, dass es wohl eher in den 1970er Jahren gewesen sein müsste. „Die Frage war also bis wann die Bälle in Deutschland produziert wurden?“ Und Jannika antwortet: „Ja, es war bis in die 70er Jahre.“ „Es ist nicht so lange her, aber dennoch schon ein Stückweit her, die Zeit schreitet ja auch schnell voran“, meint Nils darauf. Canan sagt: „Die Bälle, von denen ihr vorhin gesprochen habt, vielleicht wurden die noch in Deutschland produziert mit den Streifen.“ Jannika stimmt zu: „Ja, die Zeit und Globalisierung schreiten wirklich schnell voran.“

Greta fragt: „Wie wird so ein Ball denn eigentlich hergestellt? Und aus was für einem Material besteht so ein klassischer Fußball heutzutage?“ Canan antwortet: „Ja, genau das haben wir recherchiert. Die überwiegende Zahl der Bälle besteht aus Polyurethan (PV) (Anm. d. Red.: gemeint ist die Abkürzung PU). Und es wird auch PVC (Polyvinylchlorid) verwendet und diese äußere Schicht wird dann in Lagen gegossen und härtet aus und am Ende stanzt man daraus die Waben, bereitet vielleicht auch vor, dass man mit der Nadel da gut durchkommt. Wir haben hier ein paar Waben mitgebracht. Also wenn ihr probieren wollt? Das ist hier in einem Podcast natürlich nicht sichtbar, aber… Hier gibt es schon mal eine Nadel, die ist eingefädelt, die ist sehr dick und spitz und der Faden ist im Original gewachst und damit wasser- und regen- beziehungsweise wind- und wetterfest. Und das wird in ganz vielen Fällen, also in über 70 Prozent wird es mit der Hand genäht. Und das weiß ich nicht, ob man sich das vorstellen kann, es ist schon ein bisschen tricky so ein rundes Ding zu nähen. Es gibt auch maschinelle Prozesse und manchmal wird auch verklebt zusätzlich. Da ist auch viel Forschung dran, wie man das verbessern kann, um im Idealfall Lohnkosten zu sparen. Denn wie wir wissen, will die Wirtschaft einfach günstig produzieren. Das ist etwas zum Thema Produktion. Oder habt ihr noch eine spezielle Frage?“

Greta sagt: „Nein, das beantwortet die Frage eigentlich. Ja, also wir haben jetzt gerade diese Waben in der Hand und da merkt man auf jeden Fall, dass es gar nicht so einfach ist, so etwas zusammenzunähen. Also ich selber kann noch nicht einmal Löcher in meinen Klamotten flicken oder nähen. Ich würde das wahrscheinlich gar nicht hinkriegen. Es ist auf jeden Fall eindrucksvoll.“ Nils ergänzt: „Es gehört auf jeden Fall nicht viel Phantasie dazu, aus den ganzen Waben, 32 waren es glaube ich, wenn ich richtig aufgepasst habe, dass da ein Ball draus wird, durch die Form, ja, ihr könnt es leider nicht sehen, aber ich kann euch erzählen, wie es ist. Die sind schon sehr fest und das sind schon mehrere Einzelteile, die man hat. Außerdem hat Canan da auch gerade noch das Innenleben eines Fußballes in der Hand…“ und Canan spricht dazwischen: „Ja genau, das habe ich noch gar nicht erwähnt. Früher war das eine Schweinsblase, heute ist das natürlich aus Latex überwiegend hergestellt. Und Jannika hat das vorhin sogar angesprochen, die regionale Produktion, also früher kam das Leder meistens aus der Region und sogar die Schweinsblase war ein Rest und kam natürlich aus der Fleischverwertung oder aus der Tierhaltung. Genau und um bei diesem Beispielball hier zu bleiben, es ist eine schwarze Latexblase, nicht aufgeblasen sondern wie ein zusammen geknüllter Luftballon, um den man näht bzw. man näht den Ball erst mal rund mit den Waben und fügt dann die Blase ein.“

Nils macht deutlich: „Ja, ich glaube, es ist doch verständlich geworden für alle, du brauchst nicht mit den Augen kreisen, du hast es auf jeden Fall sehr ordentlich und verständlich erklärt. Ich glaube, da kann sich jeder etwas drunter vorstellen.“ Greta fragt: „Ja, Du hast vorhin schon erwähnt, dass die Bälle überwiegend aus Pakistan, aber auch aus anderen Ländern kommen, wo sehr niedrige Löhne gezahlt werden. Kannst du oder ihr noch mehr zu den Herstellungsprozessen sagen und über die Bedingungen, unter denen die Arbeiter und Arbeiterinnen daran arbeiten, erzählen?“ Jannika erklärt: „ Ja also vorweg gesagt, also gesundheitlich unbedenklich ist das nicht, was da passiert, kann man sich vermutlich denken.“ Nils fällt ihr ins Wort: „Ja, wie wir gerade schon gehört haben, was da für Prozesse gemacht werden, ist es das auf keinen Fall.“ Und Jannika ergänzt: „Ja genau. Wofür der Faire Handel auch wichtig ist. Es unterscheidet sich aber nach jedem Land, jeder Region, wie die Arbeitsstandards und -bedingungen sind, und so weiter. In der Regel ist es eigentlich so, dass Arbeiterinnen und Arbeiter pro Ball bezahlt werden, also mitunter relativ wenig bei sehr hohem Arbeitsdruck finanziell dabei rumkommt. Überstunden sind an der Tagesordnung und Kinderarbeit ist ein häufiges Problem (Anmerkung der Redaktion: Kinderarbeit ist heutzutage auf Druck aus dem Westen vermutlich ein selteneres Problem in der Ballproduktion geworden, doch es ist schwer, hierzu verlässliche Aussagen zu finden), das da existiert. Werden Arbeiterinnen und Arbeiter krank, dann sind sie häufig auf sich alleine gestellt. Das Gesundheitssystem ist natürlich nicht so entwickelt wie bei uns in Deutschland.“ Nils möchte wissen, was denn mit einem Lohnausfall sei. „Wenn man nicht arbeiten kann, weil man krank ist zum Beispiel, dann hast du leider keine Einnahme.“

Canan meldet sich zu Wort: „Null Bälle produziert heißt null Cent, null Geld in der regionalen Währung.“ Jannika sagt: „Und dann müsst ihr mal überlegen, wir haben die Waben gesehen, wenn die zusammengenäht werden, entweder mit Hand oder mit Maschine da ist eine Wucht hinter, wenn man da einen Finger unter die Nadel hält, das ist bestimmt nicht lustig. Also die Maschinerie, die da verwendet wird, ist auch eine Sache und man merkt, wie gefährlich die sein kann.“ Canan unterstützt sie: „Ja, und was wir noch rausbekommen haben, ist, dass es in Pakistan ziemlich heiß ist und wenn die Klimaanlage dann nicht funktioniert, dann kann das schon gesundheitlich ziemlich gefährdend sein.“ Und Jannika pflichtet ihr bei: „Da kann sich jeder mal vorstellen, wie das zum Beispiel letzten Sommer war, als es so heiß bei uns in Deutschland war, also wir haben uns da die Klimaanlage angemacht, haben die Füße ins Wasser gestellt. Das geht dort im Zweifel eben nicht.“ Nils fragt: „Ja und das ist doch bestimmt eine ziemlich monotone Arbeit, oder? Ein Ball nach dem anderen, da wird man doch bestimmt ganz schnell kaputt oder sticht sich die Nadel in den Finger oder so, wie du es vorhin schon gesagt hattest, da können dann bestimmt einige Unfälle passieren. Die Lautstärke ist dann auch noch mal ein Punkt, wenn dann nicht mit der Hand genäht wird, stelle ich mir gerade vor, dass es da dann so große Hallen mit Nähmaschinen gibt, da kann auch mal ordentlich was auf die Ohren gehen und man dreht da so ein bisschen durch.“

Canan fügt hinzu: „Ja, das wäre dann das Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, das wird natürlich groß geschrieben bei uns, weil es sich kein Unternehmen leisten kann, angeklagt zu werden, wenn ein Betriebsunfall passiert ist und da guckt die Krankenkasse ja auch ganz genau hin. Aber in den Ländern, wo der Lohn niedrig ist und die Arbeitsstandards niedrig sind, da wird leider an so was wie Arbeitsschutz gespart.“ Greta möchte wissen: „Aber gibt es denn dann fair produzierte Bälle? Also sowohl was die Bedingungen für die Arbeiter und Arbeiterinnen angeht, als auch vielleicht nachhaltige Materialien, et cetera, Herstellungsprozesse?“ Jannika antwortet: „Also bei nachhaltigen Materialien bin ich jetzt tatsächlich überfragt, aber faire Bälle auf jeden Fall. Da kann man sich sehr gut orientieren an einem Siegel, dem bekannten Fairtrade-Siegel, das hat bestimmt schon jeder mal gesehen auf Schokolade oder Kaffee, das ist so ein blau-grünes Zeichen, haben wir jetzt auch einmal exemplarisch hier, aber das können die Zuhörer jetzt leider nicht sehen, aber das ist eins, das man auf fair produzierten Bällen findet. Und da gibt es inzwischen diverse … na eigentlich weniger diverse, es gibt einige Unternehmen, die fair produzierte Bälle anbieten, zum Teil auch bekannte Marken, die einige faire Bälle im Angebot haben. Also heißt es, Augen offenhalten … oder im Sportangebot des Fanprojekts von Greta und Nils vorbeischauen. Greta unterbricht sie mit den Worten:

„Ja genau, darauf wollte ich schon die ganze Zeit hinaus. Wir haben ja jeden Montag um 18.15 Uhr auf einem Nebenplatz im Marschwegstadion hier in Oldenburg unser Sport- beziehungsweise Fußballangebot. Wir haben freundlicherweise von ‚Oldenburg handelt fair‘ dafür faire Fußbälle bekommen. Wir orientieren uns an dem Fairtrade-Siegel, das natürlich auch für manche Fußbälle gilt.“ Nils erweitert die Aussage: „Ja, wir haben da natürlich auch schon damit gespielt, die Dinger taugen was oder nicht nur das, man kann auch Tore schießen damit.“ Canan sagt: „Mehr als mit anderen natürlich, oder?“ und alle lachen. Und Nils erklärt: „Ja, ich glaube beim letzten Mal sind tatsächlich nur mit diesen Bällen Tore gefallen, mit den anderen ging es glaube ich gar nicht mehr, doch mit den anderen ging es wohl, aber tatsächlich ist es super mit denen gelaufen im Sportangebot bei uns.

Ja, das war schon viel Input über Bälle. Ich glaube, wir machen jetzt hier einen Schlussstrich, könnten zwar noch ganz viel Weiteres erzählen, aber darüber kann man sich auch jenseits von unserem Podcast informieren, da gibt es noch ganz interessante Seiten. Ich glaub, da kann man auch gerne noch auf euch zwei zukommen, wenn man dazu noch weitere Informationen haben möchte“, was Canan bejaht. „Ja auch für interessierte von Sportvereinen, die da vielleicht auch noch Aufklärung betreiben möchten, dürfen sich auch gerne an Euch wenden. Es ist auf jeden Fall ein großes, spannendes Thema. Wir haben viel daraus mitgenommen, oder Greta, was hast du hieraus mitgenommen?“ Greta antwortet: „Ich habe mitgenommen, so ganz praxisbezogen, wenn ihr Fußball spielt und euch Fairer Handel beziehungsweise faire Arbeitsbedingungen ein Anliegen sind, dann kauft Bälle, die ein Fairtrade-Logo drauf haben. Die gibt es auch in unterschiedlichen Preisklassen, habe ich vorhin gehört.“ Nils erwidert: „Ja, ich schließ mich da mal voll und ganz an. Ich glaub, ich halte mal die Augen offen nach dem Siegel, was ich da im Sportfachgeschäft finde und werde mich dann mal im World Wide Web dann noch mal auf die Internetseiten schlagen und dann noch mal nachlesen und gucken. Wir bedanken uns aber schon mal ganz herzlich an dieser Stelle, oh Moment, ich glaube Canan hat da noch was.“ „Ja genau, ich wollte gerade sagen, also dieses Nachfragen, wenn du gerade in deinem Shop beim Sporthersteller Deiner Wahl bist und nachfragst, habt ihr das Angebot? Die werden ja auch in Katalogen von großen Herstellern nachgucken können und sehen, ah ja, hier ist was und es kommt auf jeden Einzelnen von uns an, der nachfragt und sagt, es wäre mir ein Anliegen, dass die Menschen, die diesen Ball, mit dem ich spiele, produziert haben, von ihrer Arbeit leben können und dementsprechend Arbeitssicherheit und den Arbeitsschutz hatten in der Produktion, und dann verändert sich was.“

Nils erwidert: „Oh ja, das klingt auf jeden Fall gut, also überlegt euch beim nächsten Mal zweimal, ob ihr den günstigen Ball nehmt oder ein paar mehr Euros in die Hand nehmt und einen nehmt, der vielleicht fair produziert worden ist. Weil dadurch werden mehr faire Bälle nachproduziert, so einen Effekt zieht es halt nach sich. In diesem Sinne würde ich sagen, dass wir uns von Euch verabschieden. Wir bedanken uns bei Euch fürs Zuhören und sagen …“ und die anderen stimmen ein: „Bis bald.“ „Adiós.“ „Ciao.“
Es ertönt wieder die fröhliche Musik, die am Anfang zu hören war und damit ist der Podcast “DenkAnstoß in Oldenburg“, Folge 2 zu Ende.