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Podcast „DenkAnstoß in Oldenburg“: Mitschrift zur Folge 4 – „Was kann ich tun?“

Am Anfang wird eine freundliche Musik gespielt und Greta Prätsch vom Fanprojekt Oldenburg begrüßt alle ganz herzlich mit den Worten: „Hallo und herzlich Willkommen zur vierten Folge von ‚Denkanstoß in Oldenburg‘, der Podcast über Sport und Fairen Handel vom Fanprojekt der Stadt Oldenburg und von ‚Oldenburg handelt fair‘.

Ja, heute ist die letzte Folge, ein letztes Mal sprechen wir hier zusammen in Ofenerdiek. Heute haben wir auch wieder ein ganz interessantes Thema und zwar: Was können die Vereine, also die Sportvereine selbst im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ökologie tun und was können wir selbst als Individuen, als Sportler, als Fans tun? Ja, ich bin wieder die Greta vom Fanprojekt und ich sitze hier mit…“, „Nils, auch vom Fanprojekt“, „Jannika von ‚Oldenburg handelt fair‘“, „Und Canan von ‚Oldenburg handelt fair‘.“

Greta beginnt: „Dann will ich auch gar nicht lange drum herum reden, sondern ich würde sagen: Nils, wir pfeifen an“, und es ertönt ein Pfiff wie aus einer Trillerpfeife. Nils geht darauf ein: „Go, go. Ich glaube, Canan hat gleich ganz zu Anfang eine Frage rausgepackt, die wedelt hier so mit einem Zettel ganz wild rum irgendwie“ und sie unterbricht Nils schon fast mit den Worten: „Ja genau, es geht ja um Nachhaltigkeit in Sportvereinen und um Sportler und Sportlerinnen und da wäre meine erste Frage: Kennt ihr Sportler/Sportlerinnen, die sich engagieren für eine nachhaltige Gesellschaft oder eine gerechte Gesellschaft?“ Nils ergreift das Wort: „Oh, ja, ich glaube, da gibt es ein paar, aber die fallen einem natürlich immer dann nicht ad hoc ein, wenn man‘s braucht. Aber ich meine zu wissen, oder ich weiß es, dass es von Neven Subotić die Stiftung gibt, die sich für Brunnenbauprojekte einsetzen und ich glaub auch für Schulen-/Bildung oder Schulenbau, irgendwie so etwas in die Richtung oder so. Also ganz genau weiß ich es nicht, aber Brunnenbau auf jeden Fall, dass das ein großer Inhalt von seiner Stiftung ist. Ich weiß nicht Greta, hast du auch gerade irgendeine im Kopf?“

„Genau, Subotić kenne ich auch und darüber hinaus ist mir auch noch Philipp Lahm eingefallen. Ich glaub, der engagiert sich für Kinder und Jugendliche, ich meine in Südafrika. Wie genau die Stiftung heißt, das fällt mir aber gerade nicht ein.“ Canan erklärt: „Ja genau, in Südafrika und Deutschland, so findet man es auch auf der Philipp Lahm-Stiftungsseite. Ja, das sind auf jeden Fall zwei, die sich engagieren und Gedanken machen, wo geht die Welt hin und junge Leute und auch das Thema Gesundheit angehen. Und ich würde jetzt noch ergänzen Célia Šašić, die ehemalige Nationalspielerin, die ist Botschafterin für Vielfalt und Toleranz beim DfB und außerdem ist sie Botschafterin für Fairen Handel und zwar für faire Schokolade, da hat sie mit jungen Leuten zu gearbeitet. Warum faire Schokolade einen Unterschied macht für Kinder beispielsweise, die in São Tomé oder Kamerun auf Kakaoplantagen arbeiten oder eben nicht arbeiten und zur Schule gehen können stattdessen. Das war die kleine Einstiegsfrage aber jetzt sind wir natürlich gespannt auf eure Fragen.“

Nils verkündet: „Ja, fair, Nachhaltigkeit, Fußballverein, das ist ja ein großes Gebilde. Gibt es dazu irgendwelche Studien, Statistiken, die da irgendwelche Zahlen, Daten, Fakten geben mit denen man arbeiten kann? Gibt es da Ranking oder so?“ Und Jannika antwortet: „Ja, das gibt es tatsächlich. Wir haben im Vorfeld hiervon ein bisschen recherchiert, also zum Thema, was denn bekannte große Vereine, Fußballvereine machen zum Thema Nachhaltigkeit oder auch zum Thema Fairness, Fairer Handel und würden zwei Studien tatsächlich einmal kurz vorstellen. Zum einen eine von 2016/2017, die hatte Bundesligaclubs angeschaut, inwiefern sie Nachhaltigkeit leben quasi und kommunizieren. Also die Studie damals hat vor allem die Websites angeschaut, Nachhaltigkeitsberichte, und dahingehend geguckt wie transparent und wie stark die sind, wie detailliert. Da wurde zum Beispiel angeschaut, wie der Club selber ist, also beispielsweise wie Nachhaltigkeit verankert ist, wie mit Mitarbeitern umgegangen wird und wie transparent der Club ist und so weiter, Supply Chain Management. Und dann der Spieltag ist ein weiterer Bereich, der angeschaut wurde, inwiefern da viele Ressourcen verbraucht werden, Energie, Wasser, et cetera und wie zugänglich die Spiellocation quasi ist. Und dann als dritter Bereich das Umfeld des Vereins, inwiefern da auch Einfluss genommen wird auf die Fans, inwiefern sich in der Region engagiert wird und so weiter. Und diese Studie, um mal ein paar Vereine zu nennen, im Konkreten, hat gerankt als ersten Verein den VfL Wolfsburg.“ Canan wirft ein: „Niedersachsen!“ und es ertönt ein kurzer Jubel. Jannika fährt fort: „Und danach Werder Bremen, also auch nicht weit und dann Borussia Mönchengladbach, um einmal die ersten drei Vereine zu nennen. Wir werden die Studie auch verlinken, falls da jemand mal reingucken will zum Thema Nachhaltigkeit im Breiteren, also da findet ihr auch noch ein paar Infos dazu, was genau diese Vereine so machen.“

Nils sagt: „Das ist auf jeden Fall megaspannend. Das ist jetzt von 2016. Ich glaube, da ging dieses große Thema auch so richtig los. Dann hast du von einer zweiten Studie erzählt. Ist die aktueller?“ und Jannika antwortet: „ Ja, die ist aktueller, die ist sogar superaktuell.“ „O ha, jetzt kommt’s“ ruft Nils dazwischen und Jannika fährt fort: „Da sind wir richtig am Zahn der Zeit. Die ist online gegangen ich glaube circa Mitte September. Canan nickt. Und die hatte nicht die Vereine selbst angeschaut sondern deren Fanshops, was unglaublich spannend ist, finde ich auch. Genau, und da geht es vor allem um den Fairen Handel, also inwiefern in deren Shops fair produzierte Produkte angeboten werden. Auch hier wurden dann die Bundesligisten angeschaut, jetzt in der aktuellen Saison dann eben, und ich meine drei Zweitligisten auch, extra ausgewählt. Da wurde dann im Speziellen betrachtet, wie viele faire Produkte im Onlineshop sind, wie übersichtlich der Shop ist und ob da auch Infos zu den Siegeln gegeben werden und so weiter. Und dann auch die Kommunikation. Also wie gut erreichbar die Ansprechpartner für Nachhaltigkeit dort sind. Wie das Thema oder die Themen Ökologie und Soziales thematisiert werden, und wie aktuelle News zu dem Thema quasi auch verbreitet werden. Um hier einmal konkret etwas zu nennen, Moment, da muss ich einmal blättern.“ Nils wirf ein: „Trommelwirbel!“ und Jannika fährt fort: „Da hat sehr gut abgeschnitten als erster Union Berlin, gefolgt vom VfB Stuttgart und danach auch Werder Bremen. Wolfsburg wäre auf dem vierten Platz, um noch einen weiteren zu nennen.“

Nils meldet sich zu Wort: „Also hat sich Bremen und Wolfsburg nach wie vor nach ungefähr vier Jahren ganz gut im oberen Drittel, in der Champions League könnte man schon fast sagen, gehalten.“ „Wenn man so ein bisschen breiter recherchiert, dann findet man schon immer wieder die gleichen Namen oben“, erklärt Jannika und Greta fragt: „Auch Union Berlin?“ „Den habe ich da vorher noch nicht gesehen, aber 2016 waren sie ja auch noch nicht in der ersten Liga. Liegt aber ja auch vielleicht daran“, weiß Greta zu berichten. „Finde ich aber cool auf jeden Fall, dass auch so ein Verein oben mit dabei ist.“ Und Nils spricht dazwischen: „Und jetzt kommt noch eine spannende Frage an die Zuhörer da draußen: wer geht vielleicht in die Relegation und wer hat vielleicht für die nächste Studie noch ein bisschen Nachholbedarf oder könnte sich ein bisschen verbessern?“ Und Jannika antwortet: „Das ist natürlich immer fies, das auch zu nennen. Das muss man aber ja auch dazusagen, das sind halt die, die angeschaut wurden. Wir wissen auch nicht, wer ist sonst noch da draußen an Vereinen. Aber die letzteren Plätze, um es mal bei der letzteren Studie zu belassen: Es sind 21 untersucht worden und Platz 19, 20 und 21 wären SC Freiburg, RB Leipzig und Arminia Bielefeld. Also schaut euch die Studien gerne mal an, auch die Sportfachleute da draußen. Und guckt einfach mal selber, was da jeweils so gemacht wird. Es ist echt nett aufgemacht auch. Da gibt es doch recht viele Infos.“ Und Nils möchte wissen: „Also sind sie repräsentativ gut dargestellt und verständlich?“ und Jannika bejaht es. „Ja, das macht sowas immer aus, ne?“

Nun bekundet Greta ihr Interesse: „Was mich noch mal interessieren würde, gibt es denn komplett faire Fußballvereine oder Sportvereine? Sind euch da welche bekannt oder ist es da eher schwierig? Wäre natürlich das Nonplusultra, aber mag ja sein, dass es Vereine gibt, die ganz bewusst sehr auf Fairness und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.“ Canan antwortet: „Also hundert prozentig in den verschiedensten Bereichen die Jannika vorhin schon sagte, also sei es ressourcenschonender Verbrauch oder die verschiedensten Bereiche wie Club, Spieltag und Umfeld und dann auch noch der Merchandiseshop, das ist nicht so, dass es da jemanden gibt, der da so zu 100 Prozent fair handelt, aber als Beispiel haben wir mitgebracht Hansa 07 aus Berlin Kreuzberg, ein Verein, in dem sie seit 2018 nur mit fairen Bällen kicken, auch seit dem 6. Oktober jetzt ganz offiziell auch ihre Trikots von jemandem beziehen, der in der ‚Fair Wear Foundation‘, also einer Multistakeholder-Organisation Mitglied ist, die sich sehr um die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie kümmern. Genau, deswegen wäre das so das Best-Practice-Beispiel, es gibt da welche, die vorziehen und den Weg bahnen, damit dann andere auch mitziehen können und auch an Trikots kommen, an Stulpen. Stulpen? Heißen die Stulpen? Äh, Stutzen meine ich“ und alle lachen über den Wortfehler. Greta fängt sich als erstes wieder und sagt: „Stulpen gibt es auch, aber die sind doch für die Arme oder?“ Und Canan antwortet lachend: „Ja, es war so kalt heute Morgen.“ Und wieder lachen alle.

Greta möchte dann noch wissen: „Weißt du, in welcher Liga die spielen?“ Canan rätselt: „Berlin Kreuzberg, also ich vermute mal Regionalliga oder so“ und Nils und Greta antworten zusammen fast einstimmig: „Amateurbereich auf jeden Fall. Aber die spielen dann große Champions League dann was Nachhaltigkeit angeht, nicht wahr?“ Und da sind sich alle einig: „Ja, auf jeden Fall.“ „Zumindest in Deutschland, sehr weit oben mit auf jeden Fall. So ist es sportlich, sie sind ein gutes Vorbild.“ Canan erklärt: „Ja und das sind ja auch die allermeisten, die in solchen kleineren Clubs aktiv sind, wenn man mal so guckt.“ Greta ergänzt: „Häufig ist da ja auch das Engagement der Spieler dahinter, für die das ein wichtiges Thema ist, und die sich dann dafür einsetzen, dass sie sagen: ich möchte gerne in einem fair gehandelten, nachhaltigen Trikot spielen und nicht bei einem Null-Acht-Fünfzehn Sportanbieter.“ Und Canan ergänzt: „Natürlich muss man ja auch so ein Trikot erst mal finden. Erst wenn die Nachfrage groß genug ist, dass ein Unternehmen, und dies ist jetzt ein kleines Unternehmen, die diesen Verein ausstatten und die sagen: ja okay, wir machen das jetzt für euch. Genau, das ist auch dann der erste Schritt überhaupt, dass es möglich ist, faire Trikots zu haben. Lange war immer die Rede davon, dass es schwer ist, es gibt keine davon auf dem Markt, aber jetzt ändert sich das.“ Nils unterbricht sie: „Ich glaube auch, der Trend geht da in die Richtung. Ich glaub, man kann ein bisschen fair sein gegenüber den Großen. Es ist noch ein Unterschied, ob du einen kleinen Verein hast, wo du nur eine Mannschaft ausstatten musst oder womöglich auch die vermeintlich kleinen fairen Händler mit Großaufträgen von bis zu zehntausend Trikots womöglich. Ich glaube, wenn du da anfragst, ist das so eine Sache der Bewerkstelligung, aber ich glaube, man bewegt sich vielleicht auf einem guten Weg, dass auch bald die großen Vereine da anknüpfen können, wo die kleinen Vereine oder der kleine Verein schon ganz gut dabei ist.

Greta hatte gerade den Verein angesprochen. Nun ist ja neben dem Spieltag der Fußballverein da, aber auch die Fans. Wenn ich so überlege, was könnte ich denn bei meinem Stadionbesuch machen, dass es fair und klimaneutral ist?“ Canan fragt ihn: „Du bist Fan, also Du fragst als Fan, richtig?“ und Nils bejaht es. „Ja, ich bin am Sonntagvormittag zu Hause und überlege, ich geh ins Stadion. Was soll ich am besten beziehungsweise wie reise ich am besten an? So geht es bei mir los.“ Und Canan antwortet: „Ja, genau. So geht es los, am besten natürlich mit dem Fahrrad, wenn das möglich ist oder mit einem gemeinsamen Bus, wenn das die Corona-Bedingungen erlauben, das ist im Moment ja sowieso ein bisschen speziell, aber Fahrgemeinschaften bilden ist natürlich immer treibhausgasschonend oder mit den Öffentlichen anzureisen“, und Nils unterbricht sie: „ja, das hatten wir schon in der ersten oder zweiten Folge, wir fahren auswärts mit dem Bus, auswärts machen wir das schon ziemlich gut. Und mit dem Rad kommen wir immer zum Heimspiel, also da sind wir klimaneutral aufgestellt.“ Canan spricht weiter: „Ja, dann geht’s weiter. Man muss sich natürlich verpflegen und kann auch dabei gucken, dass das Gericht oder das, was man sich entweder mitnimmt oder im Stadion einkauft, nicht so viel CO2 ausgestoßen hat. Das wäre wieder der Klimaaspekt, da wissen wir, dass tierische Produkte enorm viel CO2 ausstoßen. Wenn man da ein bisschen weniger konsumiert, wäre das eine Möglichkeit. Mehrwegbecher ist ein Thema, nimmt man selber eine Flasche mit, also eine Plastikflasche oder eine wieder auffüllbare Flasche und hat man Wasserspender vor Ort, oder kann man in den Toiletten das Wasser auffüllen und hat nicht so viel Plastikmüll … in den Waschbecken in den Toiletten“, schiebt Canan erklärend hinterher. Alle lachen und Nils ergänzt: „Ich glaube, dass hören die Stadionbetreiber nicht so gerne, dass man das Wasser aus den Toiletten nimmt, die wollen ja auch ihr Geld verdienen.“

Greta fragt ganz interessiert: „Was können denn vielleicht so allgemein die Vereine machen in Oldenburg? Also natürlich die kleineren, aber vielleicht auch die größeren. So Dinge, die vielleicht auch recht leicht umsetzbar sind und nicht mit so krassen Mehrkosten verbunden sind?“ Jannika antwortet: „Da würde ich vielleicht noch eben kurz hinterherschieben, dass ist quasi das, was am Spieltag gemacht wird, vor allem ökologische Aspekte irgendwo mit berücksichtigen als Individuum, ansonsten als Person immer beim Verein nachfragen. Ein guter Punkt, dass du fragst, was können die Vereine machen. Auch wenn ihr im Verein als Sportler aktiv seid oder im Vorstand seid, wie auch immer, bringt solche Themen einfach mal auf den Tisch. Das ist schon ein großer Schritt auch, dann vor allem auch Richtung Fairem Handel und Ähnlichem, also im sozialen Bereich, dass man da etwas ändern kann.“ Und Canan fügt hinzu: „Denn Snacks gibt aus dem Fairen Handel beispielsweise, Kaffee wird ja auf Sitzungen getrunken. Es gibt Lemonaid, um Beispiele zu nennen. Genau, es gibt eben faire Getränke, faire Snacks, Kaffee, Tee.“ Und Nils spricht dazwischen: „Genau, dass man die Siegel, die es da gibt, dass man danach schaut und einkauft, vielleicht nicht auf den günstigsten Preis guckt, sondern auch noch mal auf Qualität, ne?“ Jannika bekräftigt: „Ja, das ist nämlich das, was der Verein auch machen kann: bei der Verpflegung gucken, wo können wir faire Produkte anwenden. Dann bei den Sportgeräten, die wir haben. Das hatten wir in den letzten Podcast-Folgen, Bälle oder auch Bekleidung, Trikots. Ja und dann alles, was so verwendet wird in irgendeiner Form, ob es auf den Toiletten dann das Toilettenpapier ist oder welche Handtücher man dort hat, ob Trinkwasserspender da sind. Es gibt auch einige Vereine, die Ökostrom beziehen, in den Stadien dann eben. Also das Feld ist riesig. Ich denke, dass die Vereinsbeispiele, die wir jetzt auch in den Studien gesehen haben, gute Beispiele liefern, also wenn man einfach mal guckt.“

Nils möchte wissen: „Sind denn jetzt die Punkte, die ihr jetzt genannt hat, also ich glaube, dass fragt sich gerade der eine oder andere, der da draußen ist, gerade auch, ist das Ganze gleichzeitig mit Mehrkosten verbunden? Kann man das pauschal sagen?“ Canan ergreift wieder das Wort: „Also erstmal ist die Frage, Mehrkosten für wen oder auf wessen Kosten sind jetzt die Dinge so günstig? Die Mehrkosten an einigen Stellen können natürlich durch Einsparungen an anderen Stellen kompensiert werden. Wenn ich teureren Strom habe, überlege ich zwemal, wie lang das Licht an ist oder ob ich vielleicht eine Zeitschaltuhr oder einen Mechanismus, dass es automatisch ausgeht oder so, einbaue. Oder beim Kaffee, schütte ich da noch zwei Kannen, die ich vielleicht zu viel gekocht habe, weg, weil die doch nicht getrunken wurden oder gucke ich genau, wer möchte noch einen Kaffee in der Vorstandssitzung und kocht dann dementsprechend. Ich glaube, da ist ein bisschen Management dabei, was mich immer motiviert ist zu gucken, dass diese billigen Produkte, durch die wir Geld sparen, dafür bezahlt jemand anderes am Ende oder die Natur und das sollte nicht der Anspruch sein, für unser aufgeklärtes Handeln als Weltbürger/Weltbürgerin.“

Jannika ergänzt: „Und bei gewissen Produkten, da können die fairen Produkte mitunter auch quasi die Preisklasse halten, sei es bei Kaffee, da gibt es ja auch Markenprodukte, bei denen man da die Marke bezahlt und dann noch mal extra teuer einkaufen muss. Oder auch bei Bällen. Da gibt es auch gute faire Bälle die dann quasi in eine ähnlichen Preisliga spielen wie die von irgendwelchen teuren Markenanbietern.“ Greta grätscht dazwischen: „Genau, die Folge zu Bällen hatten wir ja auch schon. Falls ihr die noch nicht gehört haben solltet, dann könnt ihr euch die gerne noch mal reinziehen, gibt es auch online.“ Und Nils fällt auch noch was ein: „Die Bälle könnt ihr auch bei uns beim Sportangebot ausprobieren“ und Greta: „Ja genau, darauf wollte ich hinaus, ne? Jetzt in der Halle, jeden Dienstagabend: Sportangebot vom Fanprojekt. Wir spielen ein bisschen Fußball unter anderem mit fairen Bällen.“

Nils meldet sich noch einmal zu Wort: „Ja, ich glaube, dann haben wir unseren ganzen Podcast-Plan beendet oder abgehakt, dass wir alle Inhalte, die wir euch präsentieren wollten, abgehakt haben. Ja, äh, ich wiederhole mich.“ Und Canan erläutert: „Wir können noch das Angebot machen bei ‚Oldenburg handelt fair‘ sind wir natürlich weiterhin aktiv, wenn Fragen auftauchen, dann stehen wir gerne für kürzere oder längere Antworten zur Verfügung, dass das auch genutzt werden kann.“ Und Greta sagt ganz hilfsbereit: „Ja, da vermitteln wir dann natürlich auch gerne vom Fanprojekt den Kontakt, wenn ihr uns schon kennt über den VfB Oldenburg, über die Spieltage oder auch auf anderem Wege, dann kommt zu uns, wenn ihr Fragen habt oder weitere Infos wollt, dann vermitteln wir euch gerne weiter zu Jannika und Canan.“ „Richtig, sehr schön“ sagen Canan und Jannika und als letztes übernimmt Nils noch einmal das Wort: „Dann würde ich sagen, bedanken wir uns, da draußen, an alle Zuhörerinnen und Zuhörer. Wir hoffen, wir konnten euch mit vielen neuen Eindrücken oder Input versorgen, die ihr mitnehmt, umsetzt oder auch einfach mal für Gespräche anregen, das darüber sprechen hilft manchmal auch schon mal viel weiter, so wie wir hier auch darüber gesprochen haben. Und dann würde ich sagen: vielen Dank fürs Zuhören und wir hören uns vielleicht noch mal wieder womöglich.“ Und die anderen sagen auch abwechselnd: „Tschüss, tschüss, ciao.“

Damit endet auch die vierte Folge des Podcasts vom Fanprojekt Oldenburg und „Oldenburg handelt fair“ und es ertönt ebenfalls wieder die fröhliche Musik, die auch schon zu Beginn gespielt wurde.